Sauerkraut – dieses unscheinbare Gericht, das so viel mehr ist als nur Beilage! Es ist ein Stück Tradition, ein Geschmacksfeuerwerk und ein wahrer Gesundheitsbooster. Erinnerst du dich an den Duft in Omas Küche, wenn sie wieder einmal Sauerkraut zubereitet hat? Dieser leicht säuerliche, erdige Duft, der schon beim Einatmen ein wohliges Gefühl auslöst?
Vergiss fade Fertigprodukte und entdecke die Magie, wenn du Sauerkraut selber kochst. Mit unseren 10 ultimativen Tipps gelingt dir das perfekte Sauerkraut, das deine Geschmacksknospen verwöhnt und dich mit wertvollen Nährstoffen versorgt. Lass dich inspirieren und werde zum Sauerkraut-Meister!
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Die Basis für ein perfektes Sauerkraut: Die Auswahl
Bevor du überhaupt den Kochlöffel schwingst, ist die Wahl des richtigen Sauerkrauts entscheidend. Hier gibt es einige wichtige Punkte zu beachten, damit dein Gericht später perfekt gelingt:
Frisches Sauerkraut vs. Sauerkraut aus der Dose oder dem Glas
Grundsätzlich gilt: Frisches Sauerkraut ist geschmacklich unschlagbar. Es hat eine knackige Textur und einen intensiveren, lebendigeren Geschmack. Allerdings ist es nicht immer und überall erhältlich. Sauerkraut aus der Dose oder dem Glas ist eine praktische Alternative, besonders wenn es schnell gehen muss. Achte hier aber auf die Qualität. Wähle Produkte ohne unnötige Zusätze wie Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker.
Tipp: Wenn du Sauerkraut aus der Dose oder dem Glas verwendest, spüle es vor dem Kochen gründlich unter kaltem Wasser ab. Das entfernt überschüssige Säure und macht es bekömmlicher.
Bio oder konventionell?
Wie bei vielen Lebensmitteln gilt auch beim Sauerkraut: Bio-Qualität ist die bessere Wahl. Bio-Sauerkraut wird aus Weißkohl aus ökologischem Anbau hergestellt, ohne den Einsatz von Pestiziden oder chemischen Düngemitteln. Das schmeckt nicht nur besser, sondern ist auch gesünder.
Der Blick auf die Zutatenliste
Nimm dir vor dem Kauf einen Moment Zeit und wirf einen Blick auf die Zutatenliste. Idealerweise sollte sie nur Weißkohl und Salz enthalten. Manchmal werden noch natürliche Milchsäurebakterien hinzugefügt, was ein Zeichen für eine schonende Fermentation ist.
Die richtige Menge
Plane beim Kauf die richtige Menge Sauerkraut ein. Als Beilage rechnet man pro Person etwa 200-250 Gramm. Wenn Sauerkraut die Hauptzutat ist, entsprechend mehr. Bedenke, dass sich das Volumen beim Kochen etwas reduziert.
Tipp 1: Das richtige Fett für den perfekten Geschmack
Das richtige Fett ist entscheidend für den Geschmack deines Sauerkrauts. Hier hast du verschiedene Möglichkeiten, die alle ihren eigenen Charakter ins Gericht bringen:
- Schmalz: Der Klassiker! Schmalz verleiht dem Sauerkraut einen herzhaften, deftigen Geschmack. Besonders gut eignet sich Gänseschmalz oder Schweineschmalz.
- Öl: Eine leichtere Alternative zu Schmalz. Verwende ein neutrales Öl wie Rapsöl oder Sonnenblumenöl, um den Geschmack des Sauerkrauts nicht zu überdecken.
- Butter: Für eine cremige Note. Butter passt besonders gut zu Sauerkraut mit Äpfeln oder anderen süßlichen Zutaten.
Mein persönlicher Tipp: Eine Mischung aus Schmalz und Öl! So erhältst du sowohl den herzhaften Geschmack als auch eine gewisse Leichtigkeit.
Tipp 2: Die Geheimzutat: Zwiebeln und Knoblauch
Zwiebeln und Knoblauch sind die Basis für viele leckere Gerichte – und auch beim Sauerkraut dürfen sie nicht fehlen. Sie sorgen für eine aromatische Tiefe und einen vollmundigen Geschmack.
Schneide die Zwiebeln in feine Würfel und dünste sie in dem gewählten Fett an, bis sie glasig sind. Gib dann den fein gehackten Knoblauch hinzu und dünste ihn kurz mit, bis er duftet. Achte darauf, dass der Knoblauch nicht braun wird, da er sonst bitter schmeckt.
Tipp 3: Würzen mit Herz und Verstand
Die richtige Würzung ist das A und O für ein gelungenes Sauerkraut. Hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und verschiedene Gewürze ausprobieren. Die Klassiker sind:
- Wacholderbeeren: Sie verleihen dem Sauerkraut eine leicht harzige, würzige Note.
- Lorbeerblatt: Sorgt für ein feines, aromatisches Aroma.
- Kümmel: Macht das Sauerkraut bekömmlicher und verleiht ihm einen herzhaften Geschmack.
- Pfefferkörner: Für eine leichte Schärfe.
- Salz: Unverzichtbar zum Abschmecken. Achtung: Sauerkraut ist von Natur aus schon salzig, also erst am Ende des Kochvorgangs probieren und gegebenenfalls nachsalzen.
Weitere Gewürzideen:
- Senfkörner
- Koriandersamen
- Nelken
- Paprikapulver (edelsüß oder rosenscharf)
Tipp: Verwende ganze Gewürze und gib sie in ein Gewürzsäckchen oder Tee-Ei. So kannst du sie am Ende des Kochvorgangs leicht entfernen.
Tipp 4: Flüssigkeit macht den Unterschied
Die richtige Flüssigkeit sorgt dafür, dass das Sauerkraut nicht anbrennt und sich die Aromen optimal entfalten können. Hier hast du verschiedene Möglichkeiten:
- Gemüsebrühe: Eine gute Basis für ein vegetarisches Sauerkraut.
- Fleischbrühe: Verleiht dem Sauerkraut einen herzhaften, deftigen Geschmack. Besonders gut eignet sich Rinderbrühe oder Schweinebrühe.
- Apfelsaft: Für eine fruchtige Note. Passt besonders gut zu Sauerkraut mit Äpfeln oder anderen süßlichen Zutaten.
- Weißwein: Verleiht dem Sauerkraut eine elegante Note.
- Wasser: Eine neutrale Option, wenn du den Geschmack des Sauerkrauts pur genießen möchtest.
Tipp: Gib die Flüssigkeit nach und nach hinzu, so dass das Sauerkraut immer leicht bedeckt ist, aber nicht darin schwimmt.
Tipp 5: Die Kunst des Schmorens
Das Geheimnis von richtig gutem Sauerkraut liegt im langsamen Schmoren. Durch das lange Köcheln werden die Aromen der Gewürze optimal freigesetzt und das Sauerkraut wird wunderbar zart.
Bringe das Sauerkraut mit der Flüssigkeit zum Kochen und reduziere dann die Hitze auf niedrige Stufe. Lasse das Sauerkraut zugedeckt mindestens eine Stunde schmoren. Je länger es schmort, desto besser wird es.
Tipp: Rühre das Sauerkraut während des Schmorens regelmäßig um, damit es nicht anbrennt.
Tipp 6: Süße und Säure im Einklang
Das Spiel mit Süße und Säure macht Sauerkraut erst richtig interessant. Hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen und verschiedene Zutaten ausprobieren:
- Äpfel: Sie verleihen dem Sauerkraut eine fruchtige Süße und passen hervorragend zu herzhaften Gerichten wie Kassler oder Schweinebraten.
- Rosinen: Sorgen für eine süße Note und eine interessante Textur.
- Zucker oder Honig: Für eine zusätzliche Süße, wenn das Sauerkraut zu sauer ist.
- Essig: Für eine zusätzliche Säure, wenn das Sauerkraut zu mild ist.
Tipp: Beginne mit kleinen Mengen und taste dich langsam an den gewünschten Geschmack heran.
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Tipp 7: Fleisch, Wurst und mehr: Die perfekte Ergänzung
Sauerkraut ist ein vielseitiges Gericht, das hervorragend zu verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten passt. Hier sind einige Klassiker:
- Kassler: Der Klassiker schlechthin! Kassler und Sauerkraut sind ein unschlagbares Team.
- Schweinebraten: Ein deftiges Gericht für kalte Tage.
- Würstchen: Ob Bratwurst, Bockwurst oder Debrecziner – Würstchen passen immer zu Sauerkraut.
- Speck: Verleiht dem Sauerkraut einen rauchigen, herzhaften Geschmack.
- Ente oder Gans: Besonders festlich wird es mit Ente oder Gans.
Tipp: Brate das Fleisch oder die Wurst separat an und gib es erst kurz vor dem Servieren zum Sauerkraut hinzu.
Tipp 8: Vegetarische und vegane Variationen
Sauerkraut ist nicht nur etwas für Fleischliebhaber. Auch vegetarisch oder vegan zubereitet ist es ein Genuss. Hier sind einige Ideen:
- Kartoffeln: Kartoffeln und Sauerkraut sind eine einfache, aber leckere Kombination.
- Tofu: Gebratener oder geräucherter Tofu passt hervorragend zu Sauerkraut.
- Linsen: Linsen und Sauerkraut sind eine herzhafte, sättigende Mahlzeit.
- Pilze: Gebratene Pilze verleihen dem Sauerkraut einen würzigen Geschmack.
Tipp: Verwende Gemüsebrühe anstelle von Fleischbrühe und achte darauf, dass alle Zutaten vegan sind.
Tipp 9: Sauerkraut als Beilage oder Hauptgericht
Sauerkraut ist unglaublich vielseitig und kann sowohl als Beilage als auch als Hauptgericht serviert werden. Als Beilage passt es hervorragend zu Fleischgerichten wie Braten, Schnitzel oder Würstchen. Als Hauptgericht kann es mit Kartoffeln, Knödeln oder Brot serviert werden.
Ideen für die Verwendung von Sauerkraut:
- Sauerkrautauflauf
- Sauerkrautsuppe
- Sauerkrautstrudel
- Sauerkrautpizza
Tipp 10: Die richtige Lagerung und Aufwärmen
Sauerkraut schmeckt am besten, wenn es frisch zubereitet wird. Aber auch aufgewärmt ist es noch ein Genuss. Bewahre das Sauerkraut im Kühlschrank auf und verbrauche es innerhalb von 2-3 Tagen. Zum Aufwärmen kannst du es in einem Topf oder in der Mikrowelle erhitzen.
Tipp: Sauerkraut lässt sich auch gut einfrieren. So hast du immer einen Vorrat zur Hand.
FAQ – Deine Fragen zum Sauerkraut kochen beantwortet
Kann ich Sauerkraut roh essen?
Ja, du kannst Sauerkraut roh essen! Tatsächlich ist rohes Sauerkraut sogar besonders gesund, da es alle wertvollen Vitamine und Milchsäurebakterien enthält. Es schmeckt allerdings etwas säuerlicher und knackiger als gekochtes Sauerkraut. Du kannst es zum Beispiel in Salaten oder Smoothies verwenden.
Wie lange ist Sauerkraut haltbar?
Frisches Sauerkraut ist im Kühlschrank etwa 1-2 Wochen haltbar. Sauerkraut aus der Dose oder dem Glas hält sich ungeöffnet mehrere Monate oder sogar Jahre. Geöffnetes Sauerkraut sollte im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von wenigen Tagen verbraucht werden.
Warum wird Sauerkraut sauer?
Die Säure im Sauerkraut entsteht durch die Milchsäuregärung. Dabei wandeln Milchsäurebakterien den im Weißkohl enthaltenen Zucker in Milchsäure um. Diese Milchsäure ist für den typischen säuerlichen Geschmack verantwortlich und macht das Sauerkraut zudem haltbar.
Was tun, wenn das Sauerkraut zu sauer ist?
Wenn dir das Sauerkraut zu sauer ist, kannst du es mit etwas Zucker, Honig oder Apfelsaft süßen. Auch das Hinzufügen von Äpfeln oder Rosinen mildert die Säure ab.
Kann man Sauerkraut einfrieren?
Ja, Sauerkraut lässt sich gut einfrieren. Fülle es in Gefrierbeutel oder -dosen und friere es portionsweise ein. Aufgetautes Sauerkraut kann wie gewohnt zubereitet werden.
Wie macht man Sauerkraut bekömmlicher?
Um Sauerkraut bekömmlicher zu machen, kannst du es vor dem Kochen gründlich unter kaltem Wasser abspülen. Auch das Hinzufügen von Kümmel oder Fenchel kann helfen, Blähungen zu vermeiden.
Welche Beilagen passen zu Sauerkraut?
Sauerkraut passt hervorragend zu Kartoffeln, Knödeln, Brot oder Reis. Auch Salate oder Gemüse sind eine gute Ergänzung.
Wie kann ich Sauerkraut vegetarisch oder vegan zubereiten?
Um Sauerkraut vegetarisch oder vegan zuzubereiten, verwende Gemüsebrühe anstelle von Fleischbrühe und achte darauf, dass alle Zutaten vegan sind. Du kannst Tofu, Linsen, Pilze oder andere pflanzliche Proteinquellen hinzufügen.
Welche Gewürze passen gut zu Sauerkraut?
Neben den Klassikern wie Wacholderbeeren, Lorbeerblatt und Kümmel passen auch Senfkörner, Koriandersamen, Nelken oder Paprikapulver gut zu Sauerkraut.
Wie lange muss Sauerkraut kochen?
Sauerkraut sollte mindestens eine Stunde schmoren, besser noch länger. Je länger es schmort, desto zarter wird es und desto besser entfalten sich die Aromen.