10 Grünkohl kochen: Tipps für das perfekte Ergebnis

10 Grünkohl kochen: Tipps für das perfekte Ergebnis

Grünkohl, dieser winterliche Held der Küche, ist weit mehr als nur ein Gemüse. Er ist ein Stück Tradition, ein Hauch von Heimat und eine geballte Ladung an Nährstoffen, die deinem Körper in der kalten Jahreszeit guttut. Doch Grünkohl kochen, das ist manchmal so eine Sache. Er kann bitter sein, zu weich oder einfach nicht so schmecken, wie du es dir vorgestellt hast. Aber keine Sorge, mit diesen 10 Tipps zauberst du jedes Mal ein Grünkohlgericht, das dich und deine Liebsten begeistern wird!

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1. Die richtige Grünkohl-Auswahl: Frische ist Trumpf!

Dein Grünkohl-Abenteuer beginnt schon beim Einkauf. Achte auf frische, knackige Blätter. Sie sollten eine intensive, dunkle Farbe haben und sich nicht welk anfühlen. Gelbliche oder braune Stellen sind ein Zeichen dafür, dass der Grünkohl schon länger liegt und an Geschmack und Nährstoffen verloren hat.

Du hast die Wahl zwischen verschiedenen Grünkohlsorten. Der klassische Grünkohl hat krause Blätter, während der Palmkohl (auch Cavolo Nero genannt) längliche, fast ledrige Blätter hat. Beide Sorten sind köstlich, aber der Palmkohl ist oft etwas milder im Geschmack.

Tipp: Wenn du die Möglichkeit hast, kaufe deinen Grünkohl direkt vom Bauernmarkt oder aus dem Bioladen. Dort ist er oft frischer und du unterstützt gleichzeitig regionale Anbieter.

2. Gründliches Waschen: Sand und Schmutz ade!

Bevor es ans Kochen geht, muss der Grünkohl gründlich gewaschen werden. Zwischen den krausen Blättern verstecken sich oft Sand und Schmutz. Am besten legst du den Grünkohl in ein großes Becken mit kaltem Wasser und bewegst ihn darin hin und her. Wiederhole diesen Vorgang, bis das Wasser klar bleibt.

Anschließend solltest du die dicken Stiele entfernen, da sie zäh sind und eine lange Garzeit benötigen. Zupfe die Blätter vom Stiel ab und schneide sie in mundgerechte Stücke. Du kannst die Stiele auch fein hacken und separat kochen, zum Beispiel in einer Gemüsesuppe.

3. Blanchieren: Der Schlüssel zum milden Geschmack

Ein oft unterschätzter Schritt, der aber einen großen Unterschied macht: Blanchieren! Durch das kurze Eintauchen in kochendes Wasser und anschließendes Abschrecken in Eiswasser wird der Grünkohl milder und verliert einen Teil seiner Bitterstoffe. Außerdem behält er seine schöne grüne Farbe.

So geht’s: Bringe einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen. Gib den Grünkohl hinein und lasse ihn für 2-3 Minuten blanchieren. Hebe ihn mit einem Schaumlöffel heraus und lege ihn sofort in eine Schüssel mit Eiswasser. Lasse ihn kurz abkühlen und drücke dann das überschüssige Wasser aus.

4. Die richtige Flüssigkeit: Brühe statt Wasser

Beim Kochen des Grünkohls solltest du Brühe anstelle von Wasser verwenden. Gemüsebrühe oder Fleischbrühe verleihen dem Grünkohl mehr Geschmack und Tiefe. Du kannst auch einen Schuss Weißwein oder Apfelessig hinzufügen, um die Aromen zu intensivieren.

Achte darauf, dass der Grünkohl während des Kochens immer mit Flüssigkeit bedeckt ist. Wenn nötig, kannst du etwas Brühe nachgießen.

5. Die passende Garzeit: Von bissfest bis weich

Die Garzeit von Grünkohl hängt davon ab, wie weich du ihn magst. Für eine bissfeste Variante reichen 30-40 Minuten Kochzeit aus. Wenn du den Grünkohl lieber weicher magst, kannst du ihn bis zu einer Stunde köcheln lassen.

Probiere während des Kochens immer wieder, um den gewünschten Gargrad zu erreichen. Der Grünkohl sollte leicht zerfallen, aber nicht matschig sein.

6. Die Würze macht’s: Salz, Pfeffer und mehr

Beim Würzen des Grünkohls kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Salz und Pfeffer sind natürlich ein Muss, aber es gibt noch viele andere Gewürze, die hervorragend zu Grünkohl passen. Kümmel, Muskatnuss, Knoblauch, Zwiebeln, Senf und Majoran sind nur einige Beispiele.

In Norddeutschland wird Grünkohl oft mit Pinkel (einer geräucherten Wurstspezialität), Kassler und Speck zubereitet. Diese Zutaten verleihen dem Grünkohl einen deftigen, rauchigen Geschmack. Aber auch vegetarische Varianten mit Tofu oder Räuchertofu sind sehr lecker.

7. Schmalz oder Öl: Die richtige Grundlage

Für das Anbraten von Zwiebeln und Speck (oder Tofu) solltest du entweder Schmalz oder Öl verwenden. Schmalz verleiht dem Grünkohl einen besonders herzhaften Geschmack, während Öl eine leichtere Alternative ist. Rapsöl oder Olivenöl eignen sich gut für die Zubereitung von Grünkohl.

Achte darauf, dass das Fett heiß genug ist, bevor du die Zwiebeln und den Speck hineingibst. Sie sollten goldbraun und knusprig werden, bevor du den Grünkohl hinzufügst.

8. Der Trick mit dem Apfel: Süße und Säure

Ein Geheimtipp für besonders leckeren Grünkohl ist die Zugabe von einem Apfel. Der Apfel verleiht dem Grünkohl eine leichte Süße und Säure, die hervorragend mit dem würzigen Geschmack des Gemüses harmoniert. Schäle den Apfel, entferne das Kerngehäuse und schneide ihn in kleine Würfel. Gib ihn zusammen mit dem Grünkohl in den Topf und lasse alles zusammen köcheln.

Besonders gut eignen sich säuerliche Apfelsorten wie Boskoop oder Elstar.

9. Durchziehen lassen: Zeit für Aromen

Nach dem Kochen solltest du den Grünkohl noch etwas durchziehen lassen. So können sich die Aromen optimal entfalten und der Grünkohl schmeckt noch besser. Am besten stellst du den Topf mit dem Grünkohl abgedeckt an einen kühlen Ort und lässt ihn für mindestens eine Stunde ziehen. Du kannst ihn auch über Nacht im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag aufwärmen.

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Viele schwören darauf, dass Grünkohl erst am zweiten Tag richtig gut schmeckt.

10. Servieren mit Liebe: Die perfekte Präsentation

Zu guter Letzt kommt es auf die Präsentation an. Serviere deinen Grünkohl mit Liebe und dekoriere ihn mit frischen Kräutern oder gerösteten Zwiebeln. Dazu passen Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Knödel oder einfach nur frisches Brot. Und natürlich darf ein kühles Bier oder ein Glas Rotwein nicht fehlen.

Lass es dir schmecken!

Die Grünkohl-Wunderwirkung: Mehr als nur ein Wintergemüse

Grünkohl ist nicht nur lecker, sondern auch unglaublich gesund. Er ist reich an Vitaminen (vor allem Vitamin K und Vitamin C), Mineralstoffen (wie Kalzium und Eisen) und Ballaststoffen. Außerdem enthält er viele Antioxidantien, die deinen Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen. Grünkohl ist also ein echtes Superfood, das dich fit und gesund durch den Winter bringt!

Also, worauf wartest du noch? Schnapp dir einen Kopf frischen Grünkohl und probiere diese 10 Tipps aus. Du wirst sehen, Grünkohl kochen ist gar nicht so schwer und das Ergebnis ist einfach köstlich!

FAQ: Häufige Fragen rund um das Kochen von Grünkohl

Wie bekomme ich den bitteren Geschmack aus dem Grünkohl?

Der bittere Geschmack im Grünkohl kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen ist es sortenbedingt, zum anderen hängt es auch mit der Anbaumethode zusammen. Aber keine Sorge, es gibt ein paar Tricks, um den bitteren Geschmack zu mildern:

  • Blanchieren: Wie bereits erwähnt, hilft das Blanchieren, einen Teil der Bitterstoffe zu entfernen.
  • Zucker oder Honig: Eine kleine Prise Zucker oder Honig beim Kochen kann den bitteren Geschmack neutralisieren.
  • Säure: Ein Schuss Essig oder Zitronensaft kann ebenfalls helfen, den bitteren Geschmack auszugleichen.
  • Frost: Nach dem ersten Frost soll Grünkohl milder schmecken. Wenn du die Möglichkeit hast, kaufe deinen Grünkohl erst nach dem ersten Frost oder lege ihn für einige Stunden ins Gefrierfach.

Kann man Grünkohl auch roh essen?

Ja, Grünkohl kann auch roh gegessen werden, zum Beispiel in Salaten oder Smoothies. Allerdings ist er roh schwerer verdaulich und kann Blähungen verursachen. Wenn du Grünkohl roh essen möchtest, solltest du ihn vorher gut massieren, um die Zellstruktur aufzubrechen. Dadurch wird er weicher und leichter verdaulich.

Wie lange ist gekochter Grünkohl haltbar?

Gekochter Grünkohl ist im Kühlschrank etwa 2-3 Tage haltbar. Achte darauf, ihn in einem luftdichten Behälter aufzubewahren. Du kannst Grünkohl auch einfrieren. Im Gefrierfach hält er sich etwa 6-8 Monate. Vor dem Einfrieren solltest du ihn abkühlen lassen und in portionsgerechte Behälter füllen.

Was passt gut zu Grünkohl?

Grünkohl ist ein vielseitiges Gemüse, das zu vielen verschiedenen Gerichten passt. Hier ein paar Ideen:

  • Klassisch: Mit Pinkel, Kassler, Speck und Salzkartoffeln
  • Vegetarisch: Mit Tofu, Räuchertofu, Kartoffeln und Senfsoße
  • Als Beilage: Zu Fleisch, Fisch oder Geflügel
  • In Suppen und Eintöpfen: Als Zutat für herzhafte Suppen und Eintöpfe
  • In Salaten: Roh oder blanchiert, mit Nüssen, Kernen und einem leckeren Dressing
  • In Smoothies: Als gesunde Zutat für grüne Smoothies

Kann man Grünkohl im Thermomix zubereiten?

Ja, Grünkohl lässt sich auch wunderbar im Thermomix zubereiten. Es gibt viele Rezepte für Grünkohl im Thermomix, die du online finden kannst. Achte darauf, die Garzeit entsprechend anzupassen. Der Thermomix kocht oft schneller als ein normaler Topf.

Wie mache ich Grünkohl ohne Fleisch?

Grünkohl ohne Fleisch zuzubereiten ist ganz einfach. Ersetze einfach das Fleisch durch vegetarische Alternativen wie Tofu, Räuchertofu oder Tempeh. Du kannst auch mehr Gemüse hinzufügen, wie zum Beispiel Kartoffeln, Karotten oder Sellerie. Für eine rauchige Note kannst du geräuchertes Paprikapulver oder Liquid Smoke verwenden. Eine leckere Senfsoße rundet das Gericht ab.

Was ist Pinkel?

Pinkel ist eine geräucherte Grützwurst, die traditionell in Norddeutschland zum Grünkohl gegessen wird. Sie besteht hauptsächlich aus Grütze, Speck, Zwiebeln und Gewürzen. Pinkel ist ein wichtiger Bestandteil des klassischen Grünkohlgerichts und verleiht ihm seinen typischen Geschmack. Wenn du keine Pinkel bekommst, kannst du sie auch durch andere geräucherte Würste ersetzen, wie zum Beispiel Mettwurst oder Knackwurst.

Wie kann ich Grünkohl einfrieren?

Grünkohl lässt sich problemlos einfrieren. Am besten blanchierst du ihn vorher kurz, um die Enzyme zu deaktivieren und die Farbe zu erhalten. Lasse ihn anschließend abkühlen und drücke das überschüssige Wasser aus. Fülle den Grünkohl in Gefrierbeutel oder -behälter und friere ihn ein. Im Gefrierfach hält sich Grünkohl etwa 6-8 Monate.

Grünkohl ist zu bitter, was tun?

Wenn dein Grünkohl zu bitter geworden ist, gibt es noch ein paar Möglichkeiten, ihn zu retten:

  • Mehr Süße: Füge mehr Zucker, Honig oder Apfelmus hinzu.
  • Mehr Säure: Gib einen Schuss Essig oder Zitronensaft hinzu.
  • Längere Garzeit: Koche den Grünkohl etwas länger, um die Bitterstoffe weiter abzubauen.
  • Kartoffeln: Koche mehr Kartoffeln mit, um den bitteren Geschmack zu absorbieren.

Grünkohl schmeckt fad, was kann ich tun?

Wenn dein Grünkohl fad schmeckt, fehlt ihm wahrscheinlich Würze. Hier ein paar Tipps:

  • Mehr Gewürze: Probiere verschiedene Gewürze aus, wie Kümmel, Muskatnuss, Knoblauch, Zwiebeln, Senf oder Majoran.
  • Brühe: Verwende eine kräftige Brühe anstelle von Wasser.
  • Speck oder Räuchertofu: Füge Speck oder Räuchertofu hinzu, um einen rauchigen Geschmack zu erzeugen.
  • Senf: Eine Senfsoße passt hervorragend zu Grünkohl.

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